Stiftung Hohenroth - Heimat im Alter
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Die erfreuliche Entwicklung hält an!

Am 26.04.2018. traf sich der Stiftungsbeirat zu seiner diesjährigen Sitzung. Die Stiftungsverwalterin berichtete über das Geschäftsjahr 2017 und die bisherige Entwicklung in 2018. Erträge in Höhe von 35.990,87 € konnten – sehr zur Freude des Hohenrother Dorfleiters -  für die Senioren- und Pflegeprojekte der Dorfgemeinschaft ausgeschüttet werden. Intensiv erörtert wurde die weitere Entwicklung der Stiftung.  Die Geldanlagestrategie wurde vor dem Hintergrund der weiterhin  niedrigen Zinsen und der zunehmend unkalkulierbaren Entwicklung der Aktienmärkte ausführlich diskutiert.

Die Stiftungsverwalterin Petra Träg konnte auch für 2017 über eine erfreuliche Weiterentwicklung  berichten. Das Stiftungskapital stieg in diesem Jahr durch zahlreiche Zustiftungen um ca. 125.000.- € (Vorjahr 159.000.-€.) Auch die Spendeneingänge waren im gleichen Zeitraum mit ca. 14.200.- € erfreulich hoch. Wir danken allen Spendern und Stiftern auf das Herzlichste!

Für die Senioren- und Pflegeprojekte in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth konnten 35.990,87 € (Vorjahr 19.810,68 €) ausgeschüttet werden. Der ungewöhnliche Anstieg ist auf die Ausschüttung bisher einbehaltenerKursgewinne durch einen unserer Immobilienfonds zurückzuführen.

 Grund dafür ist eine Gesetzesänderung. Im nächsten Jahr wird es eine solche Sonderentwicklung nicht mehr geben, daher ist zu erwarten, dass die Erträge wieder auf das Normalmaß der Vorjahre zurückgehen. Der Stiftungsbeirat traf wieder, wie schon in den vergangenen Jahren, Vorsorge, um die Leistungsfähigkeit der Stiftung zu stärken, indem er ein Drittel der Erträge in die freie Rücklageeinstellte. Auf diese Weise flossen dem Stiftungskapital im Laufe der Jahre nun bereits ca. 80.000€ zu! Der gesamte Jahresabschluss wurde vom Stiftungsbeirat einstimmig genehmigt. Auf Vorschlag des Dorfleiters beschlossder Stiftungsbeirat einstimmig, die auszuschüttenden Mittel in diesem Jahr gänzlich zur Stärkung der personellen Ressourcen zu verwenden. Im Mittelpunkt stehen:

- Sonderbetreuungen im Haus Adelmann, Burgsinn (z.B. Begleitung in Krisensituationen)
- Unterstützung bei besonderem Hilfebedarf (z.B. Einzelbetreuung, Begleitung bei
   Gesundheitsfürsorge, wenn das Ausmaß die Leistungsfähigkeit der Hausmütter übersteigt)
- Fahrdienste zwischen Burgsinn und Hohenroth
- Biographiearbeit für Bewohner, die älter sind als 55 Jahre.
- Aktivierungsangebote (Von Einzelgymnastik bis hin zu Hockergymnastik)
- Ausbildung einer weiteren Mitarbeiterin zur Pflegedienstleistungsfachkraft, zusätzlich zu 
  den von Staat und SOS-Kinderdorf finanzierten Maßnahmen.

Mit dieser verbesserten Personalausstattung kann den Senioren und den Betreuten mit  erhöhtem Pflegebedarf eine Betreuungsqualität gewährleistet werden, wie sie ohne die Mittel der Stiftung nicht möglich wäre, da sie aus dem Etat der Dorfgemeinschaft nicht finanziert werden könnte.

Intensiv beschäftigte sich der Stiftungsbeirat mit den Möglichkeiten der Anlage der vorhandenen liquiden Mittel. Die Entscheidung wird durch einige Risikofaktoren erschwert. Unsicherheit über die Wirkungen der Handels- und Außenpolitik der USA, steigende Zinsen in den USA, abgeschwächte Konjunktur in den europäischen Staaten und mögliche Wirkungen des Austritts von Großbritannien aus der EU sind einige davon. Vor diesem Hintergrund beschloss der Stiftungsbeirat unverändert maximal 1/3 der Mittel in Aktien/Aktienfonds (zurzeit 26%) und 2/3 in festverzinslichen Wertpapieren bzw. Immobilienfonds anzulegen. Gekauft werden für ca. 95.000.-€ Aktienfonds, wieder gestreut, um das Risiko zu diversifizieren.

In der Diskussion um die weitere Entwicklung wurde deutlich, dass das Wachstum der Stiftung weiter gehen muss. Die bisherigen Bewohner werden immer älter, die neu aufzunehmenden haben stärkere Behinderungen und damit schneller einen erhöhten Hilfebedarf. Die öffentliche Hand wird in Zukunft weniger vollstationäre Unterbringung genehmigen, so dass die von dort zu erwartenden Mittel zurückgehen werden. Die Stiftung wird also durch weiteres Wachstum leistungsfähiger werden müssen, um weiterhin  eine Pflege auf hohem Niveau fördern zu können.

Am Ende der Sitzung wurde darauf hingewiesen, dass die Amtszeit der vom Angehörigenrat bestimmten Mitglieder im Dezember 2018 ausläuft. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Angehörigenrat neu entscheiden.