Stiftung Hohenroth - Heimat im Alter
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Fit im Kopf und körperlich beweglich

Die Zuwendungen durch die Stiftung Hohenroth – Heimat im Alter ermöglichen, individuell und flexibel auf die besonderen Erfordernisse und Bedarfe der älter werdenden Bewohnerinnen und Bewohner in der SOS-Dorfgemeinschaft einzugehen. Dies ergibt sich zum Beispiel daraus, dass die älteren Dorfbewohner spezielle Angebote zum Erhalt ihres körperlichen und geistigen Wohlbefindens nutzen können.

Es sind vor allem Bewegungsangebote zu nennen, die individuell oder in der Gruppe stattfinden. Einzelgymnastik findet seit vielen Jahren an 11 Terminen in der Woche durch eine erfahrene Gymnastiklehrerin statt. An zwei Wochentagen beginnt für jeweils 15 - 20 Hohenrother der Arbeitstag mit sanfter Musik und gezielten Bewegungen. Das Ausdauertraining erfreut sich großer Beliebtheit und erreicht auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die keine weiteren sportlichen Ambitionen haben.

Fit im Kopf“ heißt das Motto für eine Gruppe von sieben Bewohnern in Hohenroth, die an vier Nachmittagen in der Woche an dem tagesstrukturierenden Angebot in der „Stube“, dem Betreuungsraum für ältere Bewohner, teilnehmen. Aufmerksamkeit, Ausdauer und Konzentration zu erhalten wird durch den strukturierten Ablauf des Nachmittags mit Gesprächsrunden, Vorlesen und regelmäßigen Dorfrunden erreicht. Durch die Zuwendung der Stiftung werden die Vertretungskräfte honoriert, die eine weitgehend ganzjährige Öffnung der Stube garantieren.

In dem Projekt „Biografiearbeit – Älter werden in Hohenroth“ werden alle Bewohner angesprochen, die sich aktiv mit dem Älter werden befassen wollen. In einer Kleingruppe treffen sich die über 55-Jährigen, um sich auf diesen weiteren Lebensabschnitt einzustellen. Dabei werden auch Themen wie Sterben und Tod angesprochen oder die Wichtigkeit einer Patientenverfügung erklärt.

In diesem Kontext haben 2017 drei Mitarbeiterinnen der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth eine Weiterbildung zu dem komplexen Thema „Palliative Care für Mitarbeiter in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung“ abgeschlossen. Im Zeitrahmen von zwei Jahren erfolgte diese mehrwöchige Weiterbildung erstmalig in der Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit des Juliusspitals Würzburg. Die Teilnehmenden fungieren als Multiplikatorinnen und geben wichtige Impulse in die Dorfgemeinschaft.

Unverzichtbare Dienste erbringen drei ehrenamtliche Mitarbeiter durch die regelmäßigen Fahrdienste von der Villa Adelmann in die Dorfgemeinschaft. An fünf Nachmittagen in der Woche kommen Bewohner aus Burgsinn nach Hohenroth, um an einzelnen Nachmittagen noch in Arbeitsbereichen tätig zu sein. Gleichfalls werden Tagesgäste aus Hohenroth in die Villa Adelmann gefahren. Am Wochenende ermöglichen die Ehrenamtlichen den Besuch von Abendveranstaltungen. Zusammengerechnet ergeben sich jährlich runde 10 000 Kilometer, die von drei Fahrern mit großer Zuverlässigkeit bewältigt werden. Die Fahrer erhalten dafür eine Aufwandspauschale.

Im Bedarfsfall flexibel und bewohnerbezogen zu reagieren, ist das große Plus in der Betreuung der SOS-Dorfgemeinschaft. Dazu braucht sie Vertretungspersonal für Sonderbetreuung - ein wichtiger Posten im Rahmen der Zuwendungen der Stiftung. Die Anlässe sind verschieden – häufig krankheitsbedingt und in den meisten Fällen vorübergehend. In Einzelfällen kann dadurch gewährleistet werden, dass Bewohner weiterhin in der vertrauten Hausgemeinschaft verbleiben können.