Stiftung Hohenroth - Heimat im Alter
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Grundsteinlegung in Hohenroth

Heute ist ein großer Tag. Der Grundstein wird gelegt für dasNeue Zentrum, mitten im Dorf. Hier werden in Zukunft ältere Hohenrother Bürgerinnen und Bürger einziehen, die nicht mehr im alltäglichen Arbeitsprozess stehen. Im Haus werden 24 BewohnerInnen in zwei Wohngruppen leben. Manche möchten mehr Ruhe haben, vielleicht benötigen sie mehr Hilfe bei Alltagsverrichtungen, wollen auch ihre gewonnene freie Zeit mehr nach ihren eigenen Interessen gestalten. Doch sie möchten im Dorf bleiben, wenn sie alt geworden sind. Das wissen alle, das Dorf ist ihr zu Hause. Hier fühlen sie sich sicher, hier haben sie ihre Kontakte und ihre Freunde.

Heute sind alle gekommen: der Bürgermeister Gemeinde Rieneck, Vertreter der Regierung von Unterfranken, der Baufirmen und Fachplaner und die Architekten Stahl und Lehrmann. Auch Mitarbeiterinnen vom Verein SOS Kinderdorf e.V. München sind angereist und der Vorsitzende vom Angehörigenrat. Voller Erwartung sitzen die Dorfbewohner vor der Scheune auf den Bänken und fragen sich, Wie wird ein Grundstein gelegt? Auch die Gitarrenspieler sind startklar.

Um Punkt 13.00 Uhr geht es los. Die Sonne scheint durch die Wolken, es wird wärmer, die Spannung wächst. Herr Kölbl, der Dorfleiter begrüßt die Gäste. In seiner Willkommensrede erzählt er von Gesprächen mit Hohenrother Bewohnern, die ihre Wünsche für die Zukunft äußern konnten. Ihre Antwort war: Wir möchten in Hohenroth leben, wenn wir alt sind und nicht in ein Altersheim abgeschoben werden. Das war eindeutig. Die MitarbeiterInnen von SOS e.V. Kinderdorf in München waren überzeugt worden. Mit den zuständigen Behörden, der bayerischen Staatsregierung und mit dem Träger SOS e.V. wurde die Lösung gefunden und eine Finanzierung geplant.

Die Reden enthalten den Dank an alle, die an der Entscheidung zum Bau des Hauses beteiligt sind. Wünsche für eine gute und erfolgreiche Zukunft fließen mit ein. Ein besonderer Dank gilt den Geldgebern: Der Kostenvoranschlag des Hauses beträgt 7 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit der Bausumme mit 4,7 Millionen Euro. Der Träger SOS e.V. plant 2,3 Millionen Euro ein.

Die Stiftung Hohenroth – Heimat im Alter wird sich bei der Ausstattung und im Betrieb des Hauses finanziell engagieren. Für sie erfüllt sich mit diesem Bau ein großer Wunsch, wurde sie doch vor 13 Jahren von Eltern und Angehörigen gegründet im Bewusstsein und der Hoffnung, dass ihre Angehörigen auch im Alter in Hohenroth leben können.

Während die Grußreden gehalten werden, geschieht es! Peter kommt und sagt: „ Der Grundstein ist weg!!“ Herr Kölbl beruhigt. „Wir werden ihn finden.“Bewohner gehen auf die Suche und bringen, mit der Behauptung, ihn gefunden zu haben, mehrere kleine und große Steine. 

Auch ein Traktor fährt mit einem riesengroßen Stein vor. Aber keiner ist der richtige. Endliche bringen Uwe und Susanne, unter einem weißen Tuch verborgen, die Zeitkapsel für den Grundstein, die nun der Dorfleiter übernimmt. Darin enthalten sind eine CD mit Wünschen aus den Arbeitsbereichen und den Wohnhäusern, dem Zuwendungsbescheid, dem Betriebskonzept und eine Tageszeitung.

Heute ist ein großer Tag, an dem Freude, Dankbarkeit und Glückwünsche überwiegen:
Möge das Neue Haus ein Ort der Zufriedenheit und Lebensfreude in der Dorfgemeinschaft Hohenroth werden.